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bald sichtbar, dass die Rüstungs-
industrie sehr stark im Aufwind
war.
Die Spielnachmittage der Kinder
und das gesamte Vereinsleben
wurden von der Politik des drit-
ten Reiches geprägt. Der Spielbe-
trieb wurde mehr und mehr als
Vorbereitung auf den Wehrsport
umgestellt.
Wir erhielten einen Barren, eine
neue Weitsprunganlage und ein
Klettergerüst zur Stärkung des
Körpers. Dieses alles sollte den
Hitlerischen Forderungen an die
deutsche Jugend: „Hart wie
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keine Vereinsfahnen gezeigt werden, sondern
nur die vorgeschriebenen Hakenkreuzfahnen.
Aber die heraufziehenden dunklen Wolken des
nahenden Krieges beendeten den Spielbetrieb
und auch das friedliche und glückliche Leben in
der Anlage. Der Kindergarten wurde geschlos-
sen, die Räumlichkeiten später als Quartier für
10 Frauen aus Polen genutzt, die in der Rüstungs-
industrie arbeiten mußten. Damit ging auch das
kulturelle Leben immer mehr bergab. Die beste-
hende Frauengruppe wurde ausgegliedert, der
 
Kruppstahl, zäh wie Leder und
flink wie die Windhunde" die-
nen. Mit Herrn Bier wurde ein
neuer Spielleiter engagiert, der als
aktiver Turner und Übungsleiter
des Turnvereins Wahren eine gro-
ße Bereicherung für die Spiel-
nachmittage war und neben den
jahrelangen Aktiven, wie den
Söhnen des Vorsitzenden, den
Herren Heinz und Henry Fritz-
sche, der Frau Holz (genannt
Mutti) und Frau Hegewald (ge-
nannt Mumme) den Spielbetrieb
durchführten. Damals durften
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