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und Nutzung der Gärten. Es
wurden immer mehr Gemüse
und Kartoffeln angebaut und
mancher junge Gartenfreund
wurde nur noch in Militäruni-
form gesehen. Glücklicher-
weise konnten viele Garten-
freunde ihren Garten noch
selbst nutzen, weil sie als Ei-
senbahner, Rentner bzw. Pen-
sionäre ein gewisses Alter er-
reicht hatten und nicht mehr
der Wehrpflicht unterlagen,
ebenso einige Spezialisten der
Firmen Mittler und Büssing
N.A.G.
Trotz des Krieges und trotz eines 12-Stunden-
Arbeitstages bei einer Sechstagewoche war bis
zum Jahre 1943 das Leben in der Anlage noch
erträglich. Aber nach und nach erlangten die
Amerikaner und die Engländer die Lufthoheit
über Deutschland und das Leben wurde sehr oft
durch Fliegeralarm unterbrochen. Die Garten-
freunde waren dann gut beraten sich schnellstens
in einen Luftschutzkeller zu begeben, denn auch
Splitter von Flugabwehrgeschützen gingen über
der Anlage nieder. Die vielen Arbeitsstunden, die
Modelle des Vereinshauses
Chor unter der Leitung von Gartenfreund Geor-
gie konnte auch nicht mehr seine Traditionen
pflegen und der Leiter konnte wegen seiner Ein-
stellung zwar noch im Schuldienst tätig sein, aber
wurde strafversetzt. Die jährlichen kulturellen
Veranstaltungen in der Kantine und die sommer-
lichen Besuche der Gartenfreunde anderer An-
lagen fanden bald ein Ende.
Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges verän-
derten sich auch viele Dinge bei der Gestaltung